Eine Kurzdarstellung der Geschichte
Die Wurzeln des CPM sind in den 60er Jahren zu finden. Die Versuche der Entwicklung von Management-Informationssystemen (MIS) sind in dieser Phase jedoch kläglich gescheitert, da es noch keine technologische und konzeptionelle Basis dafür gab. In den 70er Jahren eroberten die ersten Terminals den Arbeitsplatz und erlaubten die Einführung von Online-Transaktionssystemen, welche die individuelle Abfrage der darin befindlichen Daten durch die Endbenutzer ermöglichte. Die so durch Fachspezialisten aufbereiteten Daten konnten für unternehmerische Entscheidungen herangezogen werden, daher sprach man von ersten Decision Support Systems (DSS). Dominiert haben zu dieser Zeit jedoch die starren, periodischen Berichtssysteme in Papierform mit vergangenheitsorientierten Daten.
Die ersten Personalcomputer ermöglichten in den 80er Jahren erstmals die individuelle, problemorientierte Aufbereitung von Daten durch benutzerfreundliche Tabellenkalkulationsprogramme. In dieser Zeit kamen auch die ersten Softwaresysteme zur Aufbereitung, Analyse und Präsentation von Daten auf den Markt, zunächst als Großrechnerversionen, später auch als PC-Versionen. Auch die Begriffe Executive Information System (EIS) bzw. Führungsinformationssystem (FIS), d. h. die Bereitstellung von hoch aggregierten Infor- mationen für das Top Management, stammen aus dieser Zeit.
In den 90er Jahren kristallisierte sich der Begriff
Data Warehouse (DWh), als eine Bezeichnung für eine Sammlung von integrierten, zeitabhängigen und nicht-volatilen Daten zur Informationsgewinnung für Managemententscheidungen, heraus.
Die Bezeichnung
Business Intelligence (BI) wurde durch Analysten Mitte der 90er Jahre geprägt. Sie bezeichnet einen Sammelbegriff für Abfrage-, Analyse- und Reporting-Verfahren zur Informationsgewinnung im betrieblichen Einsatz. Business Intelligence wird in den letzten Jahren durch die methodischen und ganzheitlichen Ansätze des
Corporate Performance Management (CPM) ergänzt.
Die einzelnen hier genannten Begriffe wurden in der Vergangenheit und werden auch heute in der Literatur und in der Praxis sehr unterschiedlich verwendet. Unser Ziel ist es an dieser Stelle nicht, die einzig zulässige Wahrheit zu verkünden, sondern eine Orientierung zur historischen Entwicklung des Instrumentariums zur Entscheidungsunterstützung zu geben.






