22.03.2022 | Business Intelligence

Von SAP Business Objects zur Data Warehouse Cloud

5 Gründe für einen Wechsel
Philip Jozinovic

Nutzen Sie SAP Business Objects (SAP BO) auf relationalen Datenbanken in Ihrem Unternehmen? Vermutlich ist Ihnen nicht entgangen, dass die SAP ihren Fokus immer mehr auf die SAP Analytics Cloud (SAC) legt. Neuerdings ist im Windschatten der SAC die SAP Data Warehouse Cloud (DWC) auf dem Bildschirm erschienen. Was die wenigsten Business Objects-Nutzer wissen, dass die SAC und DWC zusammen eine Alternative zum klassischen SAP BO bilden, doch was bedeutet das für Sie als Business Objects-Nutzer? Sollten Sie einen Wechsel in Betracht ziehen, auch wenn Sie mit dem SAP BO zufrieden sind? Und wie kann ein Wechsel kostengünstig umgesetzt werden?

Business Objects als integraler Reportingbestandteil in vielen Unternehmen

SAP Business Objects (SAP BO) ist seit Anfang der 90er-Jahre für viele Unternehmen Plattform für Business Intelligence- und Reporting-Anwendungen geworden. Auf Basis von relationalen Universen können vom Standardreporting (Crystal Reports) über Onlinereporting (Web Intelligence) bis zum Dashboarding (Lumira) Berichtsanforderungen erfüllt werden.

Im Jahr 2008 wurde SAP BO von der SAP aufgekauft und in das Produktportfolio integriert. Seither besteht SAP BO als Alternative neben den weiteren SAP BI-Lösungen wie SAP Business Warehouse (BW) und hat sich aufgrund seiner individuellen Besonderheiten und Stärken auch weiterhin am Markt behaupten können. Eine einfachere Modellierung und der auch durch den Fachbereich nutzbare semantische Layer sind wesentliche Gründe hierfür. Demgegenüber wird SAP BO seitens SAP schon seit längerer Zeit nicht als strategisches Tool angesehen und nachhaltig weiterentwickelt.

Die SAP Data Warehouse Cloud

Im Jahr 2019 wurde von der SAP eine neue, innovative Data Warehousing Lösung vorgestellt: Die SAP Data Warehouse Cloud. Diese in der Cloud als SaaS-betriebene Lösung basiert auf der modernen und hoch performanten SAP HANA-Plattform und ist strategischer Bestandteil der SAP Roadmap. Sie verbindet die Vorteile von SAP BO hinsichtlich Agilität und Fachbereichsfreundlichkeit mit denen des BW in Bezug auf Standardisierung, Governance und Skalierbarkeit.

Die DWC basiert auf denselben Prinzipien der Datenmodellierung wie SAP BO: Eine durch IT-Spezialisten zu entwickelnde Quelldatenanbindung und Datenmodellierung ist Basis für den durch den Fachbereich modellierbaren semantischen Business Layer. Die Modellierung erfolgt getrennt nach Anwendergruppen in sogenannten Spaces, sodass auf einer standardisierten und qualitätsgesicherten Foundation verschiedene Reportinganforderungen umgesetzt werden können. Spaces wiederum können als Datengrundlage anderen Gruppen bereitgestellt werden. Auf dieser Ebene können fachlich Dimensionen, Kennzahlen oder Kalkulationen definiert werden.

Obwohl grundsätzlich mit jedem Reportingtool auf die DWC-Daten zugegriffen werden kann, bietet sich insbesondere die Nutzung der SAP Analytics Cloud (SAC) an. Mit diesem Frontend können direkt Funktionen wie Predictive Analytics und Planung verwendet werden.

5 Gründe für einen Wechsel von SAP BO zur SAP DWC

Die Motivation für einen Wechsel von SAP BO auf die DWC basieren im Wesentlichen auf der Produktstrategie der SAP. Daraus resultieren die folgenden Gründe:

  • Augmented BI: Die Kombination aus DWC und SAC bringt Funktionalitäten mit sich, die schon heute und in Zukunft Grundbestandteil von BI und Reporting sind, z.B. Predictive Analytics und Planung. Dieser Funktionsumfang wird durch die SAP kontinuierlich erweitert und steht auf Grund der Cloud direkt zur Verfügung.
  • Cloud: Die DWC als SaaS-Anwendungen lässt sich in ihrem Sizing skalieren, was Planungssicherheit, Flexibilität und Kostenkontrolle verbessert. Aufgaben aus dem Application Management, wie die Sicherstellung des Betriebs oder das Versionsmanagement entfallen.
  • Governance: Die DWC dient als Single Point of Truth und bietet nach Anbindung der verschiedenen Quellsysteme eine konsolidierte Sicht auf die Daten. Neue Reporting-Anforderungen können so auf bereits validierten Daten umgesetzt werden. Datenursprünge sind im Sinne einer “Lineage” nachvollziehbar und transparent.
  • Content und Marketplace: Durch standardisierten Business- und Partner-Content werden Modellierungsaufwände reduziert und es kann direkt auf Daten und Quellsysteme zugegriffen werden. Über den Data Marketplace wird Zugriff auf externe Informationen wie Markt- oder Benchmark-Daten ermöglicht.
  • Demokratisierung: Anwendergruppen können bereits aufbereitete Daten untereinander teilen und so für weitere Verwendungen bereitstellen. Durch das Space-Konzept ist weiterhin Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit gewährleistet.

Die DWC bietet eine Alternative zum Reporting mittels SAP BO und ermöglicht es so, neue Funktionalitäten in das Reporting zu integrieren, die Vorzüge der Cloud zu nutzen, ein stärkeres Governance aufzubauen, standardisiert auf interne und externe Daten zuzugreifen und die Daten im Unternehmen zirkulieren zu lassen. Im zweiten Teil wollen wir ihnen zeigen, wie eine Migration von SAP BO zur DWC kostengünstig vorgenommen werden kann.

Wir zeigen Ihnen, wie der reibungslose Wechsel funktioniert.
Sie möchten von SAP Business Objects zur Data Warehouse Cloud wechseln? Sie wissen aber noch nicht wie?
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